9. Juli 2015, 19 Uhr

*** Achtung, neuer Ort!!! Jetzt im Jockel ***

Behindert und verrückt performen
- Wörter und Musik am Vor-vor-abend der behindert und verrückt feiern“ - Pride Parade Berlin 2015


An diesem Abend wollen wir mit-teilen.
Wer wir sind, wo wir sind, was wir denken, fühlen, meinen.
Und mit-lachen, mit-weinen, mit-ärgern, mit-freuen.
Auf den Schlips gerollt oder ins Ohr geschrien.
Stimmen aus den Stimmen hören, alles und nix verstehen, anteilnehmen.

Verrücktheit und Behinderung sind gesellschaftlich bedingt, d. h., sie werden gemacht. Gewaltvolle Normen schaffen Barrieren und Grenzen, die uns aussondern. Doch diese Normen sind veränderbar. Wir bewegen uns unterschiedlich fort und nehmen verschieden wahr. Wir kommunizieren, denken und handeln auf verschiedene Weisen.

Die Bühne wird bespielt von Menschen mit und ohne, für und wider, drunter und drüber.
Mit Spoken Word, Lesung, Musik.
Von Alex, Anne, Drzewo, Eliah, FaulenzA, Lahya, Matthias Vernaldi, Noé*, Paula Franz und Rebecca.
Sowieo Buchvorstellung Sammelband "Gegendiagnose".

Deutsche Gebärdensprache Logo
Die Veranstaltung findet in deutscher Lautsprache und mindestens teilweise in DGS statt.
Selbstorganisierte (Flüster-)Übersetzungen sind sehr willkommen!

Es wird einen Programm-Info-Zettel geben, damit du selbst entscheiden kannst, welche Programmpunkte/Themen du (nicht) mitbekommen magst.
Einige der Texte befassen sich mit intensiven, vielleicht für manche schmerzhaften Emotionen und Zuständen, die zum Beispiel mit (deinen) Krisen verbunden sein können. Wir möchten, dass ihr das vorher wisst, damit ihr euch aussuchen könnt, ob ihr euch an diesem Abend darauf einlassen möchtet_könnt.
 
Am Tresen wird es alkoholische und unalkoholische Getränke geben und leckeres veganes Essen von Minor Treat.

Wo: Jockel Biergarten
Ratiborstr. 14c, 10999 Berlin
nächste Bushaltestelle: Glogauer Straße (M29)

Die Räume und Toilette sind rollitauglich.
Drinnen rauchfrei.

Donnerstag, 9. Juli 2015
Einlass ab 18:30 Uhr, Show um 19:30 Uhr
Spende 0 bis 10 €

 

10. Juli 2015, 23 Uhr

partysane meets pride

PARTYSANE meets Behindert und verrückt feiern - Pride Parade Berlin 2015
✦Offizielle Warm-up Party✦
Alle Infos findet ihr auch hier: www.facebook.com/events/862346330505685/

✦ROTZ'n'POP: Gloria Viagra & Jacky-Oh Weinhaus

✦URBAN SOUNDS by PRIDE PARADE: Lindas Tante, DJ Tigre, Meister Lampe & Sedmikrásky

✦DISCOLECTRO: Laura de Vasconcelos, Disquejockey Alternegro & Exildiscount

PARTYSANEgroschen geht an "Behindert und verrückt feiern" - Pride Parade Berlin 2015

Es gibt eine rollstuhlgerechte Toilette. Die 7 Stufen im Foyer können mit einem langsamen Aufzug umfahren werden.

Eintritt: 7 Euro bis 0:00 Uhr, danach 9 Euro

 

10. Juli 2015, 19.30 Uhr

"Homosexualit(ies): Disability/Queer Arts & Culture"

Kenny Fries (US-amerikanischer Autor; Body Remember; The History of My Shoes and the Evolution of Darwin's Theory)
und Dr. Katerina Kolarova (Gender Studies, Charles University Prague) werden sich aus literarischer und wissenschaftlicher
Perspektive der Frage nach Behinderung und Homosexualität nähern.

Moderation: Aly Patsavas (University of Illinois at Chicago)
Die englischsprachige Veranstaltung findet am Vorabend der diesjährigen Mad & Disability Pride Parade statt und ist eine Kooperation mit der Alice-Salomon-Hochschule Berlin (Prof. Dr. Swantje Köbsell) und der Humboldt-Universität zu Berlin.

Sie ist zugleich Teil des Rahmenprogramms der Ausstellung „Homosexualität_en“, die das Deutsche Historische Museum und das Schwules Museum* Berlin vom 26. Juni bis 1. Dezember 2015 präsentieren.

Das Schwules Museum* ist für Rollstuhlfahrer_innen barrierefrei.
Unterstützungsbedarf bitte anmelden (pfahl@hu-berlin.de)

Wann: 19.30 Uhr
Wo: im Schwules Museum*, Lützowstraße 73, 10785 Berlin

 

9.Dezember 2014, 20 Uhr

Ableism, Inklusion und Co. - neue Mode oder revolutionäre Kritik?

Alle reden von dieser Inklusion und jetzt ist noch ein neuer -Ismus auf dem Markt: Ableism. Behinderung wird damit zum Thema linker Debatten, eine Leerstelle im Kampf gegen Diskriminierung und Ausgrenzung wird endlich gefüllt. Sagen die einen. Die anderen sagen: Wie, noch so’n Ismus, darf ich jetzt nicht  mehr sagen, dass Behinderung doch mit Nachteilen und Leid verbunden ist?

Dass es drumherum noch eine Menge andere Positionen gibt, und was es eigentlich mit Ableism, Inklusion und Co genau auf sich hat, das wollen wir auf der Veranstaltung mit euch diskutieren.
Referentinnen: Kirsten Achtelik und Rebecca Maskos
Moderation: Uta Wagenmann

Wo:
K-Fetisch, Wildenbruchstr. 86, 20.00 Uhr
Der Veranstaltungsort ist barrierearm und berollbar, es wird Gebärdensprachverdolmetschung geben.

 

1. August 2014, 20-23 Uhr

Mad Tresen. Ver_rückter Rückzug nach Draußen.
 
Da sein dürfen, irgendwie, so oder so.
Mit und ohne Kraft, mit und ohne Angst.
Mit Verletzlichkeit und Wut, mit großen Ideen und jede Menge Unsicherheit.
Und biertrinkend, saftschlürfend, quatschend, kichernd, schweigend. Allein_Zusammen.
 
Ein Raum dafür, wie könnte der geschaffen werden?
Überübermorgen Weltrevolution, heute erstmal ein Tresen für ver_rückte Bewegungen!
Zum ersten Mal am 1. August 2014 im f.a.q., perspektivisch immer wieder und ganz oft.
 
Wir wollen einen Ort schaffen
möglichst frei von Angst irgendwie komisch oder falsch zu sein.
 
Für alle, die…
… psychiatrieerfahren, krisenhaft, queer, gestört*, seltsam, traumatisiert*,
...wunderlich, sozial isoliert, depressiv*, manisch*, …
…waren oder sind,
…gemacht werden oder sich fühlen,
…nicht mehr oder viel öfter sein wollen.

Die Gestaltung des Tresens ist offen. Je mehr wir sind, desto besser.
Der erste Tresen soll vor allem Gelegenheit geben, sich mit eigenen Ideen und Wünschen einzubringen. Wir (der AK Psychiatriekritik der NFJ Berlin) haben außerdem Lust auf Vernetzung mit anderen emanzipatorischen Ansätzen und Bewegungen wie community accountability, Anti-Knast-Bewegung, CaRevolution, Refugeekämpfe, Inter*bewegung, …
 
Willst du radikale Selbsthilfestrukturen, Infoveranstaltungen, Lesekreise, Filme, Drag, Spoken Word, Schweigen, Alles-Kaputt, Neues-Schaffen, Kreativ-Werden, Nix-Tun, … oder nix von dem oder alles zusammen oder ganz was anderes?
 
Komm vorbei! Du musst überhaupt nichts mitbringen, auch keine gute Laune!

Offen für alle Geschlechter.
Nicht willkommen sind Rassismus, Sexismus,
Homo-, Transfeindlichkeit und andere Kackscheiße.

Es gibt einen separaten Rückzugsraum.
Die Räume und Toilette sind rollitauglich.
 
 Wann?
1. August 2014, 20-23 Uhr
 
Wo?
f.a.q., Jonasstraße 40, 12053 Berlin
nächste S-Bahn-Station (mit Aufzug): Hermannstraße

 

21. Mai 2014

Eine Gesellschaft für Alle?
Inklusion zwischen Utopie und Herrschaftstechnik

Die behindert und verrückt feiern – Pride Parade Berlin geht in diesem Jahr in die zweite Runde. Schon im Vorfeld der Parade gibt es Veranstaltungen. Am 21. Mai organisieren wir eine Diskussion zur oft großspurigen Rede von Inklusion und den realen Bedingungen, unter denen behinderte Menschen in unserer angeblich schon fast inklusiven Gesellschaft leben. Wo kommt die Idee der Inklusion eigentlich her? Ist immer Inklusion drin, wo Inklusion draufsteht? Wie würde sich die Gesellschaft durch Inklusion verändern? Gibt es in ihr noch ein Innen und ein Außen? Sind am Ende etwa doch nur die Nützlichen von Interesse? Mit diesen Fragen werden wir uns bei der Veranstaltung beschäftigen.

Podiumsgäste:
• Swantje Köbsell, langjährige Aktivistin der Krüppelbewegung und Professorin für Disability Studies
• Jasna Russo, langjährige Aktivistin der internationalen Bewegung von Psychiatriebetroffenen und Sozialforscherin
• Udo Sierck, Aktivist der Krüppelbewegung, hat unter Anderem im vergangenen Jahr ein Buch zum Veranstaltungsthema unter dem Titel „Budenzauber Inklusion“ geschrieben

Ort: K-Fetisch, Wildenbruchstraße 86, Berlin-Neukölln
Zeit: Mittwoch, 21. Mai 2014, 19.30 Uhr

Übersetzung in Deutsche Gebärdensprache wird bereitgestellt.

 

11. Mai 2014

UN_SICHTBARKEIT Ver_rücktheit Wahnsinn
Kreativworkshop (im Rahmen der Mad&Disability Pride Parade 2014 Kampagne)

Die erste „behindert und verrückt feiern“ - Pride Parade Berlin fand 2013 statt.
Ausgangspunkt dieses Workshops ist die Frage wie wir bei der diesjährigen Parade am 12. Juli Ver_rücktheit und Wahnsinn, aber auch unsere Angst, Trauer und Wut auf die Straße tragen können.

Nach einer kurzen Einführung möchten wir im ersten Teil verschiedene Fragen rund um die Un_Sichtbarkeiten von Ver_rücktheit und Wahnsinn diskutieren. Z.B.: Wie hängen psychiatrische und soziale Kontrolle mit unserer Un_Sichtbarkeit zusammen? Wieso wollen wir sichtbar sein? Und wieso wollen wir unsichtbar sein? Welche Un_Möglichkeiten haben wir die herrschenden Repräsentationsregime zu unterlaufen?
Im zweiten Teil wollen wir dann kreativ werden, basteln, Schilder schreiben, Transparente malen… oder auch weitergehend überlegen was wir konkret machen können.

Wir werden ein bisschen Material zum Basteln mitbringen.
Es kann gerne auch eigenes Material mitgebracht werden.
Wir freuen uns auf eure Ideen!

Diese Veranstaltung soll für Menschen mit eigener Psychiatrieerfahrung, Krisenerfahrung und/oder Erfahrung mit Verrücktheit sein. Schmuggel, Schlupf und Widerstand!

Eine Übersetzung ist möglich für:
DGS - Dt. Gebärdensprache, Englisch Lautsprache.
Bitte gebt dies und eventuelle andere Bedürfnisse bei eurer Anmeldung an.
Anmeldung bis spätestens 2 Wochen vor dem Workshop an „uli[ät]naturfreundejugend-berlin.de“

Wann? 11. Mai 2014 14-18 Uhr
Wo? SFE, Gneisenaustrasse 2a, 10961 Berlin

Die SFE ist barrierearm, Zugang mit Rolli möglich.

 

Veranstaltungen 2013

9.11.2013


Diagnose gefällig?!
Ein Workshop zu Diagnosekritik und dem neuen DSM-V
(Anmeldung erforderlich: Teilnehmer_innenbegrenzt)

Radikale Psychiatriekritik ist auch radikale Kritik an psychiatrischen Diagnosen. Diesen Mai ist mit dem DSM-V der neue Diagnosekatalog der American Psychiatric Association herausgekommen. Das DSM ist ein machtvolles Instrument zur Einordnung von Menschen in Diagnoseschubladen und hat auch hierzulande Einfluss. Es wirkt auf Forschung und die Weiterentwicklung des in Deutschland gebräuchlichen Diagnosekatalogs. Kritik am DSM-V wird auch aus psychiatrischen Kreisen laut und konnte in den Mainstream-Medien verfolgt werden. Wir wollen jedoch einen Schritt weitergehen: Im Workshop wollen wir gemeinsam der bürgerlichen Kritik eine radikale Kritik entgegensetzen und grundlegende Fragen zum Thema psychiatrische Diagnosen näher beleuchten: Welche unterschiedlichen Funktionen haben Diagnosen in einer von unterschiedlichen Machtverhältnissen durchzogenen Gesellschaft? Auf welchem Verständnis von Normalität und Krankheit basieren sie? Wie sind einzelne Diagnosen und Diagnosekataloge entstanden und wie haben sie sich historisch gewandelt?

Sa. 09.11.  12-18h
Ort: NFJ-Büro (barrierefrei) Weichselstraße 13/14
U Hermannplatz Bus M 41

!!! Eine Verdolmetschung ist möglich für: DGS - Dt. Gebärdensprache; Englisch Lautsprache!!! BITTE gebt dies bei eurer Anmeldung an -->deswegen: Anmeldung bis spätestens 2 Wochen vorher !!!
Anmeldung bitte über die NFJ Homepage: https://naturfreundejugend-berlin.de

 

04.08.13

Das Gen-ethische Netzwerk (GeN) zeigt am 4.8. um 15.00 Uhr den Dokumentarfilm „Der Pannwitzblick“ von 1991, der den medizinischen und gesellschaftlichen Blick auf geistige und körperliche Behinderung thematisiert, und zwar in seiner Kontinuität: Der Film zeigt auf noch heute berührende Weise, dass der „Pannwitzblick“ nicht nur der Aussonderung und Selektion im Nationalsozialismus zugrunde lag, sondern auch in der Zeit danach die Sicht auf Behinderung als an eine Normalität anzupassende Abweichung prägte. Bei der anschließenden Diskussion, in der es um den Film und seine Aktualität gehen soll, wird Regisseur Didi Danquart anwesend sein, und auch Udo Sierck und Theresia Degener, zwei im Film interviewte AktivistInnen, sind angefragt.

Veranstaltungsort: Kino fsk, Segitzdamm 2, 10969 Berlin; U-Bahnhof Kottbusser Tor, Bus M 29;
Nachfragen: pride-parade(at)gmx.de
Informationen zum Film: www.didi-danquart.de/pannwitzblick.html
Die Veranstaltung ist für Gehbehinderte und Gehörlose barrierefrei.
 

06.08.13

Am 6. August um 19.30 Uhr laden die Kritischen Feministinnen gemeinsam mit dem Gen-ethischen Netzwerk (GeN) zu einer Diskussionsveranstaltung ein, in der es um den Widerstand gegen Normalisierungsdiskurse und speziell gegen die gesellschaftliche Akzeptanz von Reproduktionstechnologien wie Pränatal- oder Präimplantationsdiagnostik (PND beziehungsweise PID) gehen wird. Erika Feyerabend von BioSkop e.V. (Essen) gibt einen Überblick über Interventionen der Vergangenheit, wie sie von der Krüppelbewegung der 1980er Jahre oder dem Widerstand gegen die Bioethik-Konvention des Europarates Anfang der 1990er Jahre ausgingen, und Antje Barten vom Arbeitskreis mit ohne Behinderung (AK moB, Berlin) zeigt Widersprüche der PID zu den in der UN-Behindertenrechtskonvention fixierten Grundrechten, um nach möglichen und notwendigen Interventionen in der Gegenwart zu fragen.

Veranstaltungsort: Café k-fetisch, Wildenbruchstraße 86, 12045 Berlin; U-Bahnhof Rathaus Neukölln, Bus M 41
Nachfragen: pride-parade(at)gmx.de
Die Veranstaltung ist für Gehbehinderte und Gehörlose barrierefrei.

 

Workshop

Freaks und Krüppel, Verrückte und Lahme!
Bei der nächsten Parade möchten wir mehr von Euch auf der Bühne haben! Mit Musik oder sonstwas - hauptsache wir können dazu tanzen.

Ihr habt keine Ahnung, wie ihr das anstellen sollt? Aber ihr wolltet schon lange mal musikalisch die Massen bewegen? Wir organisieren Euch einen Workshop, bei dem ihr lernt, was ihr braucht. Auflegen lernen? Performance austüfteln? Ganz was anderes?
 
Melde dich, wenn Du teilnehmen möchtest: pride-parade(ar)gmx.de.
Sag uns, was Du lernen möchtest. Wir koordinieren dann einen Termin und einen Schwerpunkt mit allen, die Interesse haben. Die Teilnahme am Workshop ist kostenlos.