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Party statt Pathologisierung,
Kritik statt Sonntagsreden!


Freaks und Krüppel,
Verrückte und Lahme,
Eigensinnige und Blinde,
Taube und Normalgestörte -
kommt raus auf die Straße zur dritten „behindert & verrückt feiern“ Pride Parade!

Die „behindert und verrückt feiern“ Pride Parade 2015 wird kein Inklusions-Fallerifallara. Allzu oft heißt es: „Inklusion“ – und alles bleibt, wie es ist! Wir aber fordern: Her mit dem schönen Leben für alle! Gesellschaft verändern, statt daran teilhaben müssen! Konfetti statt Kontrolle! Laut sein statt ruhiggestellt werden! Wir feiern uns und nicht das, was andere uns als Inklusion verkaufen! Rollt, humpelt, tastet euch vor - zum Hermannplatz am Samstag, den 11. Juli, um 16 Uhr.

Über ‚Inklusion‘ wird heute gesprochen, als sei sie von Politiker*innen oder Funktionär*innen des Hilfesystems erfunden worden. Oft genug soll Inklusionsreklame beruhigen, der Kritik den Stachel ziehen und der Öffentlichkeit vormachen, dass es alle gut meinen mit Behinderten & Verrückten. Aber verborgen hinter den Kulissen stehen die gesellschaftlichen Realitäten, die ausgrenzenden Bildungseinrichtungen und Arbeitsmärkte, die Pathologisierung von Geschlechtern, die Gewalt in Heimen und Psychiatrien und Migrationsgesetze, die behinderten und traumatisierten Geflüchteten Hilfeleistungen verweigern. Die Sonntagsreden sind der schöne Schein einer kapitalistischen Konkurrenzgesellschaft, der wirkliche Inklusion fremd ist und die uns zum Funktionieren zwingen will, ohne menschlichen Bedürfnissen zu entsprechen.

Vielmehr werden wir Randgruppen zugeteilt und als Mängelwesen gekennzeichnet. Wir werden eingesperrt und Sonderbehandlungen unterzogen. Doch wir sind da und präsent, sind lauter als die Norm und feiern uns. Das haben wir uns selbst erkämpft und eingefordert. Niemand hat das für uns geschaffen oder uns großzügig zugestanden. Seit Jahrzehnten kämpfen wir für Barrierefreiheit, Teilhabe und Assistenz, fordern Gleichheit, Freiräume und Respekt.
Wir bringen uns ein, so wie wir sind. Wir warten nicht ab, dass unsere Körper endlich als begehrenswert bewertet werden. Wir zeigen, wie schön wir sind – auf der Straße, im Bett und am Strand. Wir haben viele Geschlechter und lieben wen und wie wir wollen. Wir warten nicht ab, bis unser Verhalten nicht mehr als ‚krank' und ver_störend wahrgenommen wird. Wir zeigen uns – unsere Buckel und schiefen Hüften, unsere sogenannten Neurosen und Verhaltensauffälligkeiten! Überall sind wir zu finden: im Büro, in Ausbildungen, als Selbstständige, in der Schule und in Kitas, in Werkstätten, an der Uni, in den Schlangen vorm Jobcenter und Arbeitsamt.

Viele erleben uns als irritierend, wenn wir sind, wie wir sind. Doch Verrücktheit und Behinderung sind gesellschaftlich bedingt,
d. h., sie werden gemacht. Gewaltvolle Normen schaffen Barrieren und Grenzen, die uns aussondern. Doch diese Normen sind veränderbar. Wir kommunizieren, denken und handeln auf verschiedene Weisen. Wir bewegen uns unterschiedlich fort und nehmen verschieden wahr.

Medizinische Diagnosen sind wirkmächtig, doch es hilft uns nicht, wenn die Ursachen für Behinderung und Verrücktheit ausschließlich biologisch erklärt werden. Wir haben genug davon, dass Psychopharmaka und medizinische Behandlung meist als einzige Alternative dargestellt werden. Sagt uns nicht ob es uns gut oder schlecht geht! Wir lehnen die Fremdzuschreibungen von Leiden ab. Expert_innen über unsere Leben sind wir und nicht Ärzt_innen, Heimleiter_innen, Berater_innen, Therapeut_innen, Psychater_innen, Betreuer_innen, Gutachter_innen, Kassen und Ämter.

Wir wissen, dass nicht alle sich zeigen können oder wollen. Viele werden mit richterlichem Beschluss weggesperrt oder festgebunden. Für viele sind Scham und Angst zu groß, um sich auf der Parade frei fühlen zu können. Vielen ist auch einfach nicht nach Feiern zumute. Vielen wird die Unterstützung nicht gewährt, die sie bräuchten, um an der Demonstration teilzunehmen. Viele können nicht anreisen oder dürfen nicht einreisen.

Nur wenn wir uns unsere Rechte nehmen, können wir über unsere Leben verfügen. Deshalb: Trau dich zu fordern, was du brauchst! Zeig dich mit deinen Sehnsüchten, deiner Trauer, deinem Begehren, deiner Freude, deiner Verzweiflung, deiner Lust, deinen Ängsten!

Komm auf die Straße und feier' mit uns auf der „behindert und verrückt feiern“ - Pride Parade, am Samstag, den 11. Juli 2015 in Berlin!

 

 

Aufruf 2014

*Freaks und Krüppel,
Verrückte und Lahme,
Eigensinnige und Blinde,
Taube und Normalgestörte -
kommt wieder raus auf die Straße, denn sie gehört uns!
Wir waren viele! Wir werden mehr!

Feiert mit uns auf der behindert und verrückt feiern - Pride Parade 2014 in Berlin!

Barrieren ins Museum, Schubladen zu Sägemehl, Diagnosen zu Seifenblasen!
Küsst den Wahnsinn wach, liebt Krummbeine und Spasmen, begehrt Krücken und Katheter. Wir verstören und verführen und sind lauter als die Norm! Rollt, humpelt, tastet euch vor - zum Hermannplatz am 12. Juli, um 15 Uhr.

Wir wurden Randgruppen zugeteilt und als Mängelwesen gekennzeichnet. Wir wurden eingesperrt und Sonderbehandlungen unterzogen. Doch wir sind sichtbar – hier, mitten im Zentrum. Seit Jahrzehnten kämpfen wir für Barrierefreiheit, Teilhabe und Assistenz, fordern Gleichbehandlung und Respekt. Wenn heute Politiker_innen und Funktionär_innen das Wort Inklusion benutzen, hört es sich an, als hätten sie diese erfunden. Gnädig wollen sie uns Inklusion gewähren. Da Inklusion enorm viel Geld kosten würde, müssten wir noch etwas Geduld haben, bis die umfassend inklusive Gesellschaft Wirklichkeit wird ... Wir sagen Nein! Wir warten nicht ab! Unser Leben findet hier und jetzt statt.

Wir warten nicht ab, dass unsere Körper endlich als begehrenswert bewertet werden. Wir zeigen, wie schön wir sind. Wir warten nicht ab, bis unser Verhalten nicht mehr als abseitig und verstörend angesehen wird. Wir sind einfach da und bringen uns ein, so wie wir sind. Wir zeigen uns – unsere Buckel und schiefen Hüften, unsere sogenannten Neurosen und Verhaltensauffälligkeiten! Überall sind wir zu finden: an der Uni, im Büro, als Selbstständige und Beamte, und auch in der Werkstatt oder im Hartz-IV-Bezug. Wir nutzen den öffentlichen Nahverkehr mit dem Rollstuhl - auch den M41 nachmittags auf der Sonnenallee!* Oder besuchen mit Atemgerät und Liegerollstuhl ein Open-Air-Festival. Wir joggen durch den Park, auch mit einem Bein. Wir gehen ins Restaurant, auch wenn wir unsere Gucci-Blusen bekleckern.

Viele erleben uns als irritierend, wenn wir sind, wie wir sind. Viele meinen, unser Alltag wäre leidvoll. Doch das ist letztlich ihr Problem, nicht unseres. Wir erleben uns lustvoll und zugewandt, verlieben uns, haben Beziehungen und bekommen Kinder. Wir essen, schlafen, lernen, arbeiten, feiern, flanieren und genießen unser Leben – meistens. Wir tun dieselben Dinge, die alle tun, nur dass einige von uns mehr Unterstützung brauchen. Also: Warum sollen wir bemitleidet, gar verändert werden? Warum sollen wir uns anpassen? Es ist gut so, dass wir sind, wie wir sind!

Wir wissen, dass bei weitem nicht alle sich zeigen können. Für viele sind Scham und Angst so umfassend, dass sie nicht öffentlich Präsenz zeigen können. Andere werden mit richterlichem Beschluss weggeschlossen. Vielen werden die Hilfen vorenthalten, die ihnen ermöglichen würden, mobil zu sein und an unserer Parade teilzunehmen. Auch für sie gehen wir auf die Straße. Verrücktheit und Behinderung sind gesellschaftlich bedingt. Dieselben, die in Sonntagsreden die Inklusion beschwören, selektieren uns, wenn wir Unterstützung brauchen, bewerten uns als „krank“ und „unfähig“.

Unser Leben wird mit Unwert belegt, wenn die Möglichkeiten, in der Schwangerschaft Behinderungen festzustellen, ständig weiterentwickelt werden. Wenn allen Schwangeren diese Untersuchungen nahe gelegt werden und ihnen geraten wird, abzutreiben, wenn eineBehinderung vermutet wird. Und nicht nur hier entscheiden weithin Ärzt_innen, Heimleiter_innen, Berater_innen, Therapeut_innen, Gutachter_innen, Kassen und Ämter – nur nicht wir.

In behindertenpolitischen Leitlinien und Maßnahmeplänen kommt uns überall die Inklusion entgegen, aber praktisch passiert nichts. Werkstattträger halten sich für inklusiv, bei denen behinderte Menschen einen Monatslohn von weniger als 200 € haben. Schon seit Jahren gibt es nicht ausreichend Geld für die Unterstützung behinderter Schüler_innen. Prominente sprechen mittlerweile offen von ihren „Depressionen“. Trotzdem werden immer mehr Leute mit psychiatrischen Diagnosen weggeschlossen. Heime funktionieren aus ihrer Struktur heraus entmündigend und isolierend. Das wird mittlerweile als Selbstbestimmung und Assistenz verkauft. Zugleich werden die Bewilligungen für Persönliche Assistenz immer knapper bemessen. So kommt statt selbstbestimmten Leben oft nichts weiter als das Heim daheim dabei heraus.
Medizinische Diagnosen sind wirkmächtig. Doch es hilft uns nichts, wenn Behinderung oder Verrücktheit ausschließlich biologisch erklärt werden. Psychopharmaka sollen die Probleme zudecken. Sie lösen sie nicht. Ebenso werden Superrollstühle und Exoskelette eine barrierefreie Umwelt nicht ersetzen. Nicht wir sind also fragwürdig, vielmehr der Zwang, funktionieren zu müssen, um zu (über)leben, Leistungen zu bringen, um anerkannt zu sein.

Nur wenn wir uns unsere Rechte nehmen, können wir über uns verfügen. Deshalb: Trau dich zu fordern, was du brauchst! Zeige deine Sehnsüchte, dein Begehren, deine Freude, deine Lust! Geh auf die Straße und feier mit uns auf der behindert und verrückt feiern - Pride Parade, am 12. Juli 2014 in Berlin!


Fußnote: * Die Buslinie M41 ist in ganz Berlin wegen ihrer oft völlig überfüllten Busse berüchtigt.

 

DGS

Ankuendiung DGS from nichtichx2 on Vimeo.

 

English Version

*Freaks and Cripples,
Lunatics and Gimps,
Deaf, Crazy,
Blind or just ordinarily weird people
- come out into the streets again, because we own it!
We were many, we will be more!

Party with us at the behindert und verrückt feiern Disability & Mad Pride Parade 2015 in Berlin.

Put barriers in the museum, it's time to break out of our boxes, be who you want to be, not who they say you are

Kiss madness awake, love crooked legs and spasms, desire crutches and catheters. We unsettle und seduce and we are louder than the norm. Roll, limp and grope your way to Hermannplatz, July 11th at 4pm.

We were put at the margins of society and marked as deficient. We were locked away and underwent special treatment. But we are visible – here, right in the middle of everything. For decades, we are fighting for accessibility, equal rights and personal assistance. For decades, we are calling to be treated with respect. Politicians and professionals make it sound as if it was their idea to talk about inclusion. Mercifully, they want to grant it to us. But since it is pretty costly, we are asked to be patient. An inclusive society takes some time to become real, we are told... But we say: No! We are done waiting. Our life is taking place right here, right now.

We are not waiting until our bodies are finally considered to be desirable. We are flaunting them in their beauty. We are not waiting for you to finally stop considering our behaviour weird and unsettling. We are here and we contribute the way we are. We display ourselves and become visible – flaunting our hunchbacks, asymmetric hips, neuroses and our abnormal behaviour! We are everywhere: At the university, at any office, at the sheltered workshop. We work self-employed; we are civil servants or live on welfare. We use public transportation in our wheelchairs (even if it's the most crowded bus in the middle of the day). We enjoy open-air festivals with our respirator. We go for a run in the park on one leg. We dine in restaurants, even if we spill food on our fancy clothes.

Plenty of people are irritated by us being like we are. A lot of people are sure we are suffering. In the end that's their problem, not ours. We are passionate and caring, we fall in love, we have relationships and we have kids. We eat, sleep, learn, and work. We stroll around and love our lives – most of the time. We do what everybody does – it's just some of us need more assistance. So: Why feel sorry for us, why even want to change us? Why should we assimilate? It's excellent that we are just the way we are!

We know, not all of us can show ourselves. Shame and anxiety can feel overwhelming, preventing some of us from being visible publicly. Some of us are locked away, because a judge made the call. Some are denied the support they need to leave their homes and join us in our parade. We are reclaiming the street for them as well as ourselves. Madness and disability are socially constructed. And those very same people who speak of inclusion call us “sick” and “unable” when we need support.

There is another way in which our lives are marked as worthless: There are more than ever evolving ways to determine whether a pregnancy will result in a disabled child. It affects us and the ideas attached to living with a disability when pregnant women get advice to have an abortion in case their future child might be disabled. And that's just one of the many ways in which doctors, therapists, wardens, consultants and other professionals get to make the decisions – anyone but us!

The fact that “inclusion” is all over the place, in disability mission statements and action plans, doesn't result in any meaningful change. Sheltered workshops, places where disabled people earn less then 200 Euros a months, claim to be inclusive. For years now, there hasn't been enough money to pay for the kind of support disabled students need. Nowadays celebrities openly discuss their “depression,” but still more and more people with psychiatric diagnosis get locked away. Even though sheltered homes for disabled people systemically lead to isolation and often deprive people of their right to decide for themselves, they are marketed as places of self-determination. People who want to hire their assistants themselves, making use of their right to get the money to do that, are having more and more trouble getting their applications approved. This is why so many disabled people live in sheltered homes instead of their own place.

Medical diagnoses are influential. It's of no help to us if disability and madness are understood as facts of nature, determined by biology. Psycho-pharmaceuticals are not the solution to the problems we face, quite the opposite. They were invented to cloak them. We need accessible spaces. All the super-wheelchairs, exoskeletons and high-tech prostheses of the world will not replace an accessible environment. It's not us, who are questionable. In fact, what's questionable is the fact that one has to operate effectively to survive. What's questionable is achievement as grounds to get acknowledged.

We can only stand up for ourselves and truly decide how our lives should look if we insist on our rights.

So: Dare to ask for what you need! Show your longings, your desires, your joy, your lust! Come out into the streets and join us at the behindert und verrückt feiern – Pride Parade, July 11th 2015, in Berlin.


Turkish Version

*Davranış bozuklukları
olanlar ve sakatlar,
çılgınlar ve topallar,
inatçılar ve körler,
sağırlar ve normal rahatsızlar yine sokaklara dökülün;
ki bu sokaklar hepimizin.

Biz çok kişiyiz. 2015’de daha da çoğalacağız   
Berlin Engelliler ve Çılgınlar Onur Yürüyüşü’nü bizimle kutla!

Bariyerleri´müzelere, çekmeceleri talaşlara, teşhisleri sabun
köpüklerine dönüştürelim.
Çılgınlığı öpücüğümüzle uyandıralım, Çarpık bacaklıları ve spastikleri
sevelim, koltuk değneklerimize imrenmeye bir son verelim.

Biz düzeni rahatsız etmekle kalmayıp sizi de ayartıyoruz ve sesimiz
Normlardan daha yüksek çıkıyor!

Yuvarlanarak, hoplaya zıplaya da olsa gücünüzü, cesaretinizi toplayıp 11
Haziran, saat 16.00 ‘da Herrmanplatz’a gelin.
Onur Yürüyüşümüze gelin!
Destekleyicilerin katılımları beklemmektedir.

Spanish Version

Frikis y Lisiadxs,
Locxs y Paralíticxs,
Obstinadxs y Ciegxs,
Sordxs y Normales perturbadxs–
¡Salgan a la calle de nuevo, porque es nuestra!

Festejen con nosotrxs el desfile Pride Parade 2015 en Berlín –
¡Celebremos la discapacidad y la locura!

¡Al museo con las barreras! Haremos serrín de los cajones y burbujas de jabón con los diagnósticos.
¡Despierten la locura a besos, amen piernas torcidas y espasmos, deseen muletas y catéteres!
¡Trastornamos, seducimos y somos mas fuertes que la norma!

Rueden, cojeen y tanteen su camino al Hermannplatz,
el 11 de julio, a las 4 de la tarde.
Vengan todxs a nuestro desfile.
¡Todo apoyo es bienvenido, ustedes pueden participar!

 


Russian Version

*Фрики и калеки*, сумашедшие и хромые, глухие и с обыкновенными
нарушениями -
выходите снова на улицу, она принадлежит нам!

Нас было много! В 2015 нас будет больше!
Приходите на наш общий праздник - парад гордости больных и сумашедших 2015
в Берлине!
Барьеры в музей! Стериотипы в порошок! Вместо Диагнозов мыльные пузыри!
Расцелуйте безумие, любите кривые ноги и судороги, костыли и катетеры!

Мы сбиваем с толку и соблазняем! Наши голоса - громче нормы! Катитесь,
хромайте, идите на ощупь - на Херманнплатц. (Hermannplatz)

Приходите все на наш парад! В субботу 11 июля в 16 часов.
помощниц и помощников приглашаем к участию.

 

Polish Version


*Freaki i Kaleki,
Wariaci i Kuternogi,
Szaleńcy i Niewidomi,
Głusi i Dziwacy –
wyjdźcie kolejny raz na ulicę, bo ona należy do nas!

Było nas wielu! Będzie jeszcze więcej!

Bawcie się z nami na niepełnosprawnej i szalonej paradzie – behindert
und verrückt feiern - Pride Parade 2015 w Berlinie!
Bariery do muzeów! Dość ze stereotypami! Bańki mydlane zamiast diagnoz!
Bądźcie takimi, jakimi chcecie być, a nie jakimi oni chcą Was widzieć!

Rozbudźcie w sobie szaleństwo, pokochajcie krzywizny i spazmy,
pożądajcie kul i cewników.
Będziemy niszczyć, kusić i przebijemy normę hałasu! Toczcie się,
kulejcie, idźcie po omacku na Hermannplatz 11 lipca o godz. 16.00.
Przyjdźcie wszyscy na naszą paradę.
Wspomożyciele_ki są zaproszoni brać udział.

French Version


*Freaks et estropié-e-s,
fous_folles et paralysé-e-s
entêté-e-s et aveugles
sourd-e-s et dérangé-e-s —
sortons dans la rue, car elle nous appartient !
Nous étions déjà beaucoup ! Nous serons plus nombreux encore !

Venez célébrer avec nous la Pride Parade 2015 *behindert und verrückt
feiern* – fêtons le handicap et la folie !

Aidez-nous à faire des barricades avec les barrières, de la sciure avec les
tiroirs, et des bulles de savon avec les diagnostics !
Embrassez la folie, désirez les boiteux, aimez les jambes tordues, et
dansez dans un spasme...
Nous dérangeons et séduisons, nous sommes plus bruyants que la norme !
Roulez, boitez, avancez à tâtons — jusqu'à la Hermannplatz, le 11 juillet à
16h.

Nous avons été classé-e-s dans la marge de la société et désigné-e-s comme
spécimens défaillants. On nous a enfermé-e-s et traité-e-s différemment.
Mais nous sommes visibles, en plein centre. Cela fait des décennie que nous
nous battons pour l'accessibilité, l'assistance, que nous demandons
l'égalité de traitement et le respect. Les politicien-ne-s et
fonctionnaires qui parlent d'"inclusion" font comme s'ils avaient inventé
le concept. Ils nous l'accordent avec condescendance. Mais comme
l'inclusion à l'échelle de notre société coûterait vraiment très cher à
mettre en place, il nous faudrait nous armer de patience…
Mais nous disons: Non ! Nous n'attendrons pas ! Notre vie c'est ici et maintenant.

Nous n'attendons pas que nos corps soient déclarés désirables. Nous nous
montrons tel-le-s que nous sommes, nous sommes belles_beaux. Nous
n'attendons pas que nos comportements ne soient plus jugés dérangeants.
Nous sommes là et nous nous participons, tel-le-s que nous sommes. Nous
paradons – avec nos bosses et nos hanches tordues, nos soi-disant névroses
et nos troubles comportementaux ! Nous sommes partout : à l'université, au
bureau, en indépendant-e-s ou fonctionnaires, à l'atelier ou bénéficiant
des minimas sociaux. Nous faisons usage des transports en commun en
fauteuil roulant – même le bus M41 en plein après-midi sur la Sonnenallee
!* Ou bien nous allons à des festivals de plein air avec un appareil
respiratoire. Nous allons faire un jogging au parc, même avec une seule
jambe. Nous allons au restaurant, même si c'est pour faire plein de taches
sur nos chemisiers Gucci.

Beaucoup nous trouvent déconcertants, irritants, quand nous sommes tel-le-s
que nous sommes. Beaucoup pensent que notre quotidien est douloureux. Mais
ça c'est leur problème, pas le nôtre. Nous sommes voluptueux, affectueux,
amoureux, avons des relations, des enfants, des familles. Nous mangeons,
dormons, apprenons, travaillons, fêtons, flânons et profitons de la vie –
la plupart du temps. Nous faisons les mêmes choses que tout le monde, sauf
que certains d'entre nous ont besoin d'un peu plus d'aide et de soutien.
Alors : pourquoi devrait-on avoir pitié de nous, pourquoi vouloir nous
changer ? Pourquoi devrions nous nous adapter ? C'est bien ainsi. Nous
sommes tel-le-s que nous sommes !

Nous savons que tous ne peuvent pas se montrer, loin de là. Pour beaucoup,
la peur et la honte font tellement partie de leur quotidien qu'ils_elles ne
peuvent se montrer en public. D'autres sont exclu-e-s par décret du juge.
Beaucoup n'ont pas accès aux aides qui leur permettraient d'être mobiles et
de participer à notre parade. C'est aussi pour elles_eux que nous allons
dans la rue. La folie et le handicap sont conditionnés et contraints par la
société.

C'est seulement en prenant nos droits que nous serons les seuls maîtres sur
nous mêmes. C'est pourquoi : ose exiger ce dont tu as besoin ! Montre tes
désirs, tes manques, ta joie, ton envie ! Va dans la rue et célèbre avec
nous à la Pride Parade "behindert und verrückt feiern" — fête des
fous_folles et des handicapé-e-s !

Samedi 11 juillet 2015 // 16 heures // Hermannplatz

note de bas de page : La ligne 41 est connue dans tout Berlin pour ses bus
remplis de monde.

 

Bosnian/Croatian/Serbian Version


*Frikovi i invalidi,
luđakinje i hrome,
svojeglavci, slijepci i gluhe,
vi koji ste na normalan način čudni –
ponovo siđite na ulicu, jer ona nama pripada!
Bili/e smo mnogi/e! Biće nas još više!

Pridružite nam se na Paradi ponosa 2015 u Berlinu – proslavimo sebe
takvi/e kakvi/e jesmo, sa svojim invaliditetima i ludostima. Problem
nismo mi, nego društvo koje nas ograničava.

Neka se barijere odnesu u muzeje! Zaboravimo na ladice, nema više
zatvaranja! Neka se dijagnoze pretvore u mjehure od sapunice!
Poljupcem budite ludilo! Zavolite savijene noge i spazme! Žudite štake i
katetere!
Zbunimo i zavedimo – i glasniji/e smo od norme!

Dođite koturajući, hramajući, pipajući – na Hermannplatz, 11. jula, u 16
sati. Svi/e koji/e žele da nas podrže su također dobrodošli/e.

 

Arabic Version

‎المهووسين و الكسحان
‎المجانيين والعرجان
‎العنيدين و المكفوفين
‎الصم و الطبيعيين
‎ياتي لمره اخرى على الطريق
‎لأنها ملك لنا
‎لقد كنا كثيرين وفي 2014 سنصبح أكثر
behindert und verrückt feiern احتفل معنا في احتفال
Pride Parade 2015 in Berlin!

نحن نحير و نغري
نحن اعلى من القانون
تعالو
بتاريخ 12 تموز عند الساعه 15
تعالوا جميعا إلى موكبنا
والدعوة موجها إلى جميع مؤيدين لنا
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